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Es ist Sonntag und wir sitzen geschafft im Auto und fahren in Richtung Heimat. Wir schauen aus dem Fenster und während unsere Augen von der langen Reise immer wieder zufallen, sind wir in Gedanken immer noch bei den überwältigenden Eindrücken der letzten zwei Wochen.

Den deutschen Verkehr sieht man auf einmal mit ganz anderen Augen, genau so wie die Autos und die Häuser am Straßenrand.

Ziemlich genau 17 Tage ist es nun her, als wir in Lima – Peru aus dem Flieger gestiegen sind und uns die Familie von Richy mir strahlenden Gesichtern begrüßt hat. Von diesem Zeitpunkt an begann das Abenteuer Peru für uns.

Tag 1-4:
Schon die erste Stunde im Auto hat gezeigt, okay wir sind definitiv nicht mehr in Deutschland. Der verrückte Verkehr, Menschen, die während der Ampelphasen Süßigkeiten, Getränke oder gar
Essen an die Autofahrer verkaufen und mehr als einfach gezimmerte Gebäude, wo das Auge hinsieht. Auch die Gastfreundschaft, Fürsorge und
der enge Familienzusammenhalt waren schnell erkennbar.

 

 

 

Während der 14 Tage in Peru haben wir unheimlich viele peruanische Gerichte probiert und viel Zeit mit der Familie verbracht. Es gab Ceviche, Lomo Saltado, Aji de Gallina, Cuy, Pollo a la brasa, Causa aber auch mal eine Pizza und Spagetti. 🙂

Tag 5-10:

Kennt ihr den Film „Ein Königreich für ein Lama“? Lisa liebt diesen Film. Natürlich haben wir uns nicht nur deswegen auf die Tage in Cusco gefreut. In unseren Recherchen vor der Reise haben wir viel über Cusco gelesen und waren mehr als gespannt auf unsere Reise auf 3.300 m Höhe und die Lamas. Nur zur Orientierung die Zugspitze (der höchste Berg Deutschlands) ist gerade mal 2.962 m hoch.

Natürlich hatten wir Respekt vor der Höhe und davor Krank zu werden aber dank einer guten Vorbereitung ging es uns bis auf kleine Symptome sehr gut.

Kaum in Cusco gelandet ging es nach einem leckeren Mittagessen auch schon weiter nach Ollaintaytambo. Nach einer knapp zwei Stündigen Autofahrt, in das wirklich zauberhafte Städtchen nahmen wir den Peru Rail, der uns auf einer 1 1/2 Stündigen Fahrt Richtung Machu Picchu brachte. Dort angekommen waren wir hundemüde und fielen gleich in unser Bett.

Wer denkt, wir hätten in Peru chillige Ferien mit Ausschlafen und Co gemacht liegt falsch, denn am nächsten Tag ging es um 5 Uhr weiter. Wir nahmen den Bus nach Machu Picchu und ehrlich gesagt ist das nichts für schwache Nerven, der Bus fährt nämlich haarscharf an Meterhohen Abhängen entlang. Auf der ersten Etappe angekommen waren wir etwas enttäuscht, da es so nebelig war, dass wir die schöne Aussicht kaum genießen konnten. Wir entschieden uns auf den Berg Montaña Machu Picchu zu steigen und währenddessen verzog sich der Nebel.
Auch, wenn wir aus zeitlichen Gründen nicht ganz nach oben steigen konnten, hatten wir auf dem dritten von vier Aussichtspunkten eine gigantische Aussicht auf Machu Picchu. Unsere Bilder und Videos können die Eindrücke der Natur dort kaum wiedergeben. Es war atemberaubend schön.

 

Wieder in Cusco angekommen ging es weiter mit einer City-Tour durch Cusco und so unangenehm die Auto- und Busfahrten auch sind, die besten Eindrücke erhält man durch den Blick aus dem Fenster.

Der vierte Tag, es ist 5 Uhr am morgen und wir schlendern im Dunkeln über einen Markt auf dem die einheimischen Verkäufer noch ihre Ware auspacken. Wir begleiten Ricardos Tante, denn hier bekommen wir alle möglichen Souvenirs zu einem günstigen Preis. Auch wenn das Aufstehen schwerfiel, es hat sich gelohnt.

Ein weiteres Highlight war unsere Quad-Tour. Wir waren ein wenig skeptisch als der Bus uns mitten in der Pampa rausließ, die Straßen waren mehr als matschig und voller großer Pfützen und um uns herum liefen Esel, Schweine und Hunde frei herum. Doch dort waren sie, mitten in drin standen ca. 12 rote Quads, bereit, um loszulegen. Ein traumhaftes Erlebnis durch die Natur zu fahren, die frische Luft einzuatmen und das Land auf sich wirken zu lassen.

Tag 11-14:
Schon nach den ersten Schritten aus dem Flughafen konnte man spüren, wir sind wieder in Lima. Eine für den einen mehr und den anderen weniger angenehme Hitze war am ganzen Körper zu spüren und nach einer entspannten Nacht ging es direkt weiter nach „polvos azules“. Der Besuch in der Einkaufsmeile voller gefälschter aber auch markenloser Produkte ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wieder ist es 4:30 Uhr als der Wecker klingelt und wir uns aus dem Bett schälen. Heute geht es nach Paracas. Die drei stündige Fahrt ging schnell vorbei und dort angekommen starteten wir den Tag mit einer Bootstour zu den Islas Ballestas. Hier bekamen wir einen Einblick in die unglaubliche Welt der Pelikane, Seelöwen und Pinguine.

Nach einer kurzen Mittagspause begann unsere Buggytour zu zweit durch die Dünen und nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit unserem Buggy, bei dem sich immer wieder ein Kabel löste konnte es richtig losgehen. Zwischen den adrenalinreichen Fahrten gab es immer wieder Stops an atemberaubenden Stränden oder Orten mit einer unglaublichen Aussicht.

Als hätten wir für diesen Tag noch nicht genug Adrenalin ausgeschüttet stiegen wir als Nächstes in einen riesigen Buggy ein, der Platz für ca. 12 Personen bot. Ohne das wir wussten, was uns bevorstand, suchten wir uns natürlich die Plätze für „mas adrenalin“ ganz hinten aus. Nach dem alle Platz genommen und sich richtig angeschnallt hatten, legte der Fahrer los und ließ den Motor der Maschine aufheulen. Während der Fahrt konnten wir nichts tun außer dem Fahrer vertrauen, der das Gefährt über Dünen springen ließ und Abhänge im (gefühlt) 90 Grad Winkel hinunterfuhr. Auch wenn uns der Wind den Sand ins Gesicht peitschte und wir ziemlich brutal hin und her geschleudert wurden, hat es eine Menge Spaß gemacht. Auf einem der steilsten Hügel angekommen hielten wir zum Sandboarden an, es ist ähnlich wie Snowboarden nur auf Sand.

 

 

 

 

 

Kennt ihr das? Ihr stellt euch bei einem Besuch in Köln und Co die Frage: „Wer kauft eigentlich diese ganzen Souvenirs?“ Wenn es den Menschen, die nach Deutschland reisen genauso geht wie uns in Peru hat sich die Frage erledigt. In den zwei Wochen Peru hat sich vor allem bei Lisa eine kleine Sucht nach Souvenirs entwickelt, besonders Produkte mit Lamas haben es ihr angetan.
Somit war auch der Besuch im Mercado Indio in Miraflores ein absolutes Muss. Ponchos, Schals, Decken, kleine Holzschälchen und Figuren soweit das Auge reicht. Allerdings muss man immer das Gewicht des Koffers für den Rückflug im Kopf behalten.

Miraflores hat natürlich noch viel mehr zu bieten ans nur den Mercado Indio. Einen Abend haben wir zum Beispiel an der Küste gesessen und den Sonnenuntergang direkt am Meer beobachtet.

Unseren letzten Tag verbrachten wir im Centrum von Lima am Plaza Mayor, auch hier gab es viel zu entdecken. Natürlich hatten wir bei all unseren Erlebnissen unsere Kameras dabei, um die Erlebnisse für uns in einem tollen Reisevideo festzuhalten.

Unseren Trip zu den Rainbow Mountains mussten wir leider um ein Jahr verschieben, da wir dafür zur falschen Zeit in Cusco waren. Es hätte sein können, dass wir nach dem anstrengenden Aufstieg von Schnee oder Nebel bedeckten Rainbow Mountains begrüßt worden wären oder wir ständig ausgerutscht wären wegen der verregneten und matschigen Wege. Laut den einheimischen wirken die Berge am besten im April oder November, wenn die Sonne scheint. Es ist nur ein weiterer Grund dieses tolle Land wieder zu besuchen.